Archiv · 2025
A Year Without a Summer

Ausstellung
1816 ging als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte ein. Nach dem Ausbruch des Tambora in Indonesien verdunkelte eine gewaltige Wolke aus Asche und Staub die Sonne, in Europa und Nordamerika sanken die Temperaturen auf Rekordtiefen. Seit der Industrialisierung verändert der Mensch selbst die Farbe des Himmels, und wir fotografieren sie bewundernd mit unseren Telefonen.
A Year Without a Summer markierte den Ausstellungsauftakt zur gleichnamigen Publikation, erschienen im DISTANZ Verlag, und wurde in Zusammenarbeit mit der Galerie Heike Strelow und Pi (π) Art Project realisiert.
Die Ausstellung vereinte minimalistische Farbverlaufsmalereien, die Veränderungen der Himmelsfarben und die Präsenz von Feinstaub reflektieren, mit fotografischen Arbeiten, die den illegalen Export europäischen Plastikmülls nach Adana (Türkei) dokumentieren. Im Zentrum stand ein monumentaler, aus Kunststoff gewebter Teppich, konzipiert als spekulativer Vorschlag, Abfall aus den Kreisläufen von Produktion und Entsorgung zu entziehen.
Durch die Verbindung ästhetischer Reduktion mit ökologischer Dringlichkeit machte die Ausstellung jene oft unsichtbaren Kräfte erfahrbar, die unsere Atmosphäre heute prägen: Luftverschmutzung, globale Abfallströme und die langfristigen Folgen des Klimawandels. Begleitet wurde sie von Gesprächen und Veranstaltungen.
Fakten
- Ausstellung
- 5. September – 18. Oktober 2025
- Eröffnung
- Freitag, 5. September 2025
- Saisonauftakt
- 6. und 7. September 2025
- Publikation
- Mathias Kessler, The Year Without a Summer, hrsg. von Chiara Juriatti. Texte von Mathias Kessler, Chiara Juriatti und Adam Hudec, Gespräche mit Michael Wang und Dr. Christos Zerefos. Gestaltung: Hannah Sakai. DISTANZ Verlag, Berlin 2025, ISBN 978-3-95476-776-2
- Gefördert von
- BMKÖS Österreich und Land Vorarlberg (Publikation)
- In Kooperation mit
- Galerie Heike Strelow