Archiv · 2026
Winterpioniere


Ausstellung
Winterpioniere vereint seltene historische Fotografien aus dem Karl Max Kessler Archiv mit dem zeitgenössischen Kontext von Pi (π) Art Project in Frankfurt am Main.
Zwischen 1907 und 1960 dokumentierte Karl Max Kessler die Entstehung des Skisports im Kleinwalsertal, in einer Zeit, in der sich winterliche Landschaften von Orten der Arbeit und des Überlebens zu Räumen der Erkundung, des Sports und der gemeinsamen Imagination wandelten.
Die Ausstellung zeigt 10 × 15 cm große Glasnegative neben sorgfältig gefertigten Abzügen: Skifahrer:innen in Bewegung, frühe Pioniere im unberührten Schnee und weite alpine Landschaften, die von Ausdauer, Neugier und Freude erzählen. Vor dem Hintergrund internationaler Wintersportereignisse wirken diese Bilder heute wie stille Zeugnisse eines prägenden Kapitels alpiner Kulturgeschichte.
Neben den Archivarbeiten zeigt Mathias Kessler Kohlezeichnungen aus seiner Serie After Caspar David Friedrich: The Sea of Ice. Für den Künstler ist das Archiv zugleich persönliche Erinnerung: Aufgewachsen zwischen Bildern schneereicher Alpenwinter, kehrte er nach Jahrzehnten in New York in ein Tal zurück, das zunehmend auf künstliche Beschneiung angewiesen ist. Die Zeichnungen, entwickelt als Grundlage einer 3D-Animation auf Basis von 200 Jahren Klimadaten, zeichnen das allmähliche Schmelzen des Eises nach.
Winterpioniere ist eine Hommage an die Anfänge des Skisports und eine Reflexion über den Winter selbst: als Erinnerung, als kulturelle Praxis und als fragile, von der Zeit geprägte Landschaft.
Mehr zum Archiv: fotokessler.org

