Pi (π) Art Project brings Art, Sience, Nature and Performance together

Pi – π Projects ist eine nicht-kommerzielle Kunstplattform mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie versteht sich als Ort des Dialogs über geografische, disziplinäre und generationelle Grenzen hinweg. Das Projekt bringt Künstler:innen aus Frankfurt mit internationalen Positionen zusammen und setzt zeitgenössische Arbeiten bewusst in Beziehung zu historischen künstlerischen Praktiken.

Im Zentrum steht das Interesse an den Schnittstellen von Kunst, Wissenschaft und Natur. Dieser Fokus knüpft an die langjährige internationale Praxis des Gründers Mathias Kessler an. Seit seiner Rückkehr von New York nach Frankfurt verfolgt er das Ziel, sein internationales Netzwerk mit der lokalen Kunstszene zu verbinden und eine Plattform jenseits der Logik des kommerziellen Kunstmarktes zu etablieren.

Seit 2025 ist der Künstler Björn Drenkwitz Teil des Projekts. Gemeinsam entwickeln sie Programme, die auf künstlerischer Gegenüberstellung und Austausch basieren. Durch gezielte Juxtapositionen entstehen dialogische Räume – zwischen Werken, künstlerischen Positionen und unterschiedlichen Perspektiven.

Pi – π Projects versteht sich als Off-Space und als Ort der Begegnung, Reflexion und des gemeinsamen Denkens.

Ein besonderer Dank gilt der Galerie Heike Strelow, deren großzügige Unterstützung die Realisierung des Programms ermöglicht und die Plattform in einen lebendigen kulturellen Kontext einbindet.

Ueber uns:

Projekte 2026

Winter Pioniere

vereint seltene historische Fotografien aus dem Karl Max Kessler Archiv mit dem zeitgenössischen Kontext von Pi – π Projects in Frankfurt am Main.

Zwischen 1907 und 1960 dokumentierte Karl Max Kessler die Entstehung des Skisports im Kleinwalsertal – in einer Zeit, in der sich winterliche Landschaften von Orten der Arbeit und des Überlebens zu Räumen der Erkundung, des Sports und der gemeinsamen Imagination wandelten.

Die Ausstellung zeigt intime 10 × 15 cm große Glasnegative neben sorgfältig gefertigten Abzügen: Skifahrer:innen in Bewegung, frühe Pioniere im unberührten Schnee und weite alpine Landschaften, die von Ausdauer, Neugier und Freude erzählen. Aus heutiger Perspektive – vor dem Hintergrund internationaler Wintersportereignisse und der symbolischen Versammlung von Skinationen – wirken diese Bilder wie stille Zeugnisse eines prägenden Kapitels alpiner Kulturgeschichte.

Neben den Archivarbeiten präsentiert Mathias Kessler Kohlezeichnungen aus seiner Serie After Caspar David Friedrich: The Sea of Ice. Für den Künstler ist das Archiv zugleich persönliche Erinnerung: Aufgewachsen zwischen Bildern schneereicher Alpenwinter, kehrte er nach Jahrzehnten in New York in ein Tal zurück, das zunehmend auf künstliche Beschneiung angewiesen ist. Die Kohlezeichnungen – entwickelt als Grundlage einer 3D-Animation, die auf 200 Jahren Klimadaten basiert – zeichnen das allmähliche Schmelzen des Eises nach. Im Dialog mit den historischen Skifotografien entsteht ein Spannungsfeld zwischen erinnerter Schneelandschaft und ihrer gegenwärtigen Transformation.

Winter Pioniere ist sowohl eine Hommage an die Anfänge des Skisports als auch eine Reflexion über den Winter selbst: als Erinnerung, als kulturelle Praxis und als fragile, von der Zeit geprägte Landschaft.

Weitere Informationen:
www.fotokessler.org

19.2.2026 - 31.8.2025

A Year Without a Summer – Art, Climate, and the Atmosphere

Pi – π Projects and
Galerie Heike Strelow
presented:

A Year Without a Summer – Art, Climate, and the Atmosphere
an exhibition and book project by
Mathias Kessler and Ahmet Civilek
(located above Galerie Heike Strelow, Frankfurt)

Location: Frankfurt am Main
Exhibition Dates: September 5 – October 18, 2025
Opening: Friday, September 5, 2025
Season Opening Weekend: September 6–7, 2025
Publication: DISTANZ Verlag

Ausstellungsüberblick

A Year Without a Summer markierte den Ausstellungsauftakt zur gleichnamigen Publikation, erschienen im DISTANZ Verlag, und wurde in Zusammenarbeit mit der Galerie Heike Strelow sowie Pi – π Projects realisiert.

Die Ausstellung vereinte minimalistische Farbverlaufsmalereien, die Veränderungen der Himmelsfarben und die Präsenz von Feinstaub reflektieren, mit fotografischen Arbeiten, die den illegalen Export europäischen Plastikmülls dokumentieren, der in Adana (Türkei) entsorgt wurde. Im Zentrum stand ein monumentaler, aus Kunststoff gewebter Teppich – konzipiert als spekulativer Vorschlag, Abfall aus den Kreisläufen von Produktion und Entsorgung zu entziehen.

Durch die Verbindung ästhetischer Reduktion mit ökologischer Dringlichkeit machte die Ausstellung jene oft unsichtbaren Kräfte erfahrbar, die unsere Atmosphäre heute prägen: Luftverschmutzung, globale Abfallströme und die langfristigen Folgen des Klimawandels. A Year Without a Summer stieß auf großes öffentliches und fachliches Interesse und wurde von Gesprächen sowie begleitenden Veranstaltungen flankiert.

Installationsansichten und weiteres Projektmaterial sind im Archivbereich dieser Website dokumentiert.Publication

A Year Without a Summer
Mathias Kessler
Published by DISTANZ Verlag, Berlin

More information:
www.mathiaskessler.com
https://www.pi-314159.org

Bio — Mathias Kessler

Mathias Kessler (*1968, Österreich) lebt und arbeitet im Kleinwalsertal und in New York. In seiner Arbeit hinterfragt und transformiert er gängige Vorstellungen von Natur und Landschaft. Unter Bezugnahme auf Kunstgeschichte, Philosophie und umweltpolitische Diskurse inszeniert er natürliche Prozesse neu. Romantische Malerei, Land Art und digitale Renderings treffen aufeinander und verschieben vertraute Gegensätze wie Natur und Kultur, Repräsentation und Erfahrung.

Kesslers Arbeiten – von inszenierten Eislandschaften bis zu skulpturalen Interventionen – verbinden analytische Schärfe mit visueller Kraft und reflektieren aktuelle ökologische, utopische und dystopische Fragestellungen.

16.5.2025 - 31.8.2025

Photo:

Projekte 2025

Pi – π Projects
präsentiert:

DAVOS ORGONE DEVICE

Die Ausstellung, die am 6. September 2024 bei Pi – π Projects eröffnet wurde, dokumentiert, wie das Center for Planetary Self Defense (das Künstlerduo Mathias Kessler und Jakob S. Boeskov) im Januar 2024 auf das Jakobshorn reiste, um oberhalb des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz, eine künstlerische Hommage an den österreichischen Psychoanalytiker Wilhelm Reich zu installieren.

Für das Projekt transportierten die Künstler sämtliche Materialien mit Skiern. Ausgangspunkt war eine Berghütte auf 1.800 Metern Höhe, die ausschließlich per Skilift erreichbar ist. Die Ausstellung zeigt Artefakte der Expedition sowie Videoarbeiten, Fotografien und detaillierte Zeichnungen, die die Durchführung und Dokumentation des Projekts nachvollziehbar machen. Gezeigt wird ein ebenso humorvolles wie ungewöhnliches Projekt, das die Kraft neuen Denkens feiert.

Zu sehen sind Zeichnungen, Expeditionsbekleidung, Fotografien sowie die Orgon-Device-Skulptur, die während des Weltwirtschaftsforums in den verschneiten Bergen von Davos installiert wurde. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein kurzes Video, das die performative Intervention dokumentiert.

Wilhelm Reich, Autor von „Die Massenpsychologie des Faschismus“, war ein österreichischer Psychoanalytiker, Erfinder und Autor mehrerer Bücher. 1939 floh er aus Österreich und lebte später in Dänemark, Norwegen und schließlich im US-Bundesstaat Maine. 1957 starb er in einem Gefängnis in den USA.

Ausstellungszeitraum: 6. September – 5. Oktober 2024
Ort: Lange Straße 31, 1. Stock, 60311 Frankfurt am Main

Bio Jakob S. Boeskov

Jakob S. Boeskov lebt und arbeitet in New York. Seine vielfältige Praxis umfasst Zeichnungen, 3D-Drucke, Texte, Musik, Malerei, Skulptur und Video. Seine Arbeiten wurden unter anderem im New Museum (New York), im Frankfurter Kunstverein, im Stedelijk Museum sowie in der Dänischen Nationalgalerie gezeigt.

Bio Mathias Kessler

Mathias Kessler ist ein in New York lebender Künstler, der den Begriff der Natur kritisch hinterfragt und neu interpretiert. Unter Bezugnahme auf Kunstgeschichte, Philosophie und ökopolitische Diskurse inszeniert er natürliche Prozesse neu. Romantische Malerei, Land Art und digitale Renderings treffen in seinen Arbeiten aufeinander und verschieben vertraute Gegensätze wie Natur und Kultur, Repräsentation und Erfahrung sowie Ideologie und Ästhetik. Seine Beiträge zu aktuellen utopischen und dystopischen Debatten verbinden analytische Schärfe mit visueller Kraft, Ernsthaftigkeit und subtilem Humor.

6.9.2024 - 10.10.2024

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Projekt 2024

฿l^¢к βθж - ฿l^¢к Ħσl£ ist eine Installation mit neuen Skulpturen von Raphael Lyon. Mit dieser Ausstellung erforscht Lyon die kryptischen Parallelen zwischen generativer künstlicher Intelligenz und der Entstehung von Leben aus Nichtleben. Durch den Einsatz von elektrochemischer Abscheidung, intensiver Hitze, kontrollierter Elektrizität und anderen wissenschaftlichen Methoden hat Lyon eine ortsspezifische Installation geschaffen, die eine Vielzahl von halborganischen Kompositionen, rekombinanten Skulpturen und sich ent­wickelnden Wandteppichen beherbergt.

Das dunkle Innere der Ausstellung, die minimale Beleuchtung und die labyrinthischen Qualitäten spielen auf die paläolithische Höhlenkunst an und stellen das Kunst­ schaffen und die Poesie im Allgemeinen in ein Kontinuum mit geologischem Druck. Seine verfremdenden Aspekte erinnern uns an unsere gemeinsamen, entstehenden und unleserlichen Ursprünge.

Durch die Betonung von Kräften statt von Ab­sichten und die Gegenüberstellung des Belebten mit dem Unbelebten schafft Lyon einen Raum, in dem die Rolle der Kunst und des technologischen Fortschritts als gemeinsame Facetten dauerhafter natürlicher Prozesse betrachtet werden können: resistent gegen traditionelle Methoden der verkenntnistheoretischen Untersuchung, von Natur aus komplex, numinos, fantastisch und okkult.

17.11.2023 - 1.30.2024

Projekt 2023

Photos von der Ausstellung

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